Internet - Mit Daten spielt man nicht

Am 25. März findet an unserer Schule bereits das dritte Junior Science Café statt, bei dem es um das Thema Datenschutz gehen wird. Unter anderem soll es dabei um folgende Fragestellungen gehen: Wie hinterlasse ich im Internet Spuren und wie kann ich diese vermeiden? Was gibt es bei selbst gemachten Bildern zu beachten? Wie sieht ein sicheres Passwort aus?

Wir haben dazu als Experten Dr. Ernst Bötsch vom Leibniz-Rechenzentrum in Garching eingeladen um die Fragen zum Thema beantworten zu können. Das Café findet während der Schulzeit statt und ist für die Schüler aus der Oberstufe ausgelegt.

Gymnasium Berchtesgaden

Am Anzenbachfeld 1, 83471 Berchtesgaden

25. März 2019, 11:30

Kategorien: Sicherheit

Gerd Altmann (www.pixabay.com) : Datensicherheit , CC BY

Thesen

1

Technik steht für Sicherheit und Datenschutz immer nur an zweiter Stelle. An erste Stelle steht noch immer der Mensch.

2

Befolge die goldene Regel beim Veröffentlichen von Fotografien: „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem andern zu.“

3

Je unbekannter die Person, desto stärker der Schutz bei unfreiwilligen Veröffentlichungen von Bildnissen.

4

Bei Passwörtern ist die Qualität und nicht alleine die Länge der Zeichenfolge entscheidend, wobei das Email-Konto besonders gut geschützt werden sollte.

5

Es reicht nicht aus Recht zu haben. Man muss sein Recht auch einfordern und zugesprochen bekommen.

Viele Tipps und Informationen rund um das Thema Datenschutz gab es beim dritten Junior Science Café am Gymnasium Berchtesgaden, bei dem der Experte Herr Dr. Ernst Bötsch vom LRZ Garching referierte. Unter dem Motto „Mit Daten spielt man nicht“ hatte die Junior-Science-Café-AG ihre Mitschülerinnen und Mitschüler der Jahrgangsstufen 10 bis 12 zu einem Vortrag in der Aula eingeladen. „Fotografieren immer und überall erlaubt?“, lautete die erste Frage, die der Experte dem Publikum stellte. Das Publikum hatte dazu unterschiedliche Meinungen und es stellte sich heraus, dass diese Frage nicht so einfach zu beantworten ist. Anhand von konkreten Beispielen verdeutlichte Herr Bötsch den Schülerinnen und Schülern, was rechtlich erlaubt ist und wann die Veröffentlichung eines Bildnisses strafbar sei. Die Veröffentlichung eines Fotos ist grundsätzlich nur mit der Einwilligung der abgebildeten Person möglich. Die Erlaubnis sollte grundsätzlich schriftlich festgehalten werden, damit man sich anschließenden Ärger erspart. Herr Bötsch vertrat den allgemeinen Grundsatz, entsprechend der goldenen Regel: „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem andern zu.“ Es gibt Ausnahmen von Einwilligungserfordernissen, wenn z. B. Personen nur das Beiwerk von Landschaftsaufnahmen sind. Zum Beispiel ist ein Foto des Münchner Marienplatzes, auf dem am Rande einige Passanten zu erkennen sind, rechtlich unbedenklich. Dieses Foto könne ohne die Einwilligung der Passanten veröffentlicht werden. Im zweiten Teil des Vortrags wurde das Thema „Passwörter“ vom Referenten aufgegriffen. Entscheidend sei die Qualität eines Passwortes, was allein jedoch nicht ausreiche. Es empfiehlt sich seine Passwörter alle sechs bis zwölf Monate zu erneuern. Das Passwort für den Email-Account sollte besonders gut sein, da Hacker über den Zugang des Email-Kontos auch Zugang zu sämtlichen Passwörtern erhalten können. Das abschließende Fazit von Herrn Bötsch dazu lautete: „Technik steht für Sicherheit und Datenschutz immer nur an zweiter Stelle. An erste Stelle steht noch immer der Mensch, sozusagen die menschliche Firewall.“

Experte

Dr. Ernst Bötsch

Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Betreuer

Bernd Clausonet

Betreuer

Wolfgang Ostertag

AG

Junior Science Café-AG Berchtesgaden

Schule

Gymnasium Berchtesgaden

Berchtesgaden, Bayern

Autoren

Junior Science Café AG des Gymnasiums Berchtesgaden