Genetik der Straftaten

Genetik der Straftaten würden wir so beschreiben, dass die Spuren der Täter am Tatort oder am Beweismaterial in der Form einer DNA aufzufinden werden.

Brüder-Grimm Stadtteilschule

Steinadlerweg 26, 22119 Hamburg

15. November 2018, 10:00

Kategorien: Biologie

Finn Dieckmann CC BY NC ND

Thesen

1

Lasse niemals deine genetischen Spuren an öffentlichen Orten liegen, sonst kannst du leicht verdächtigt werden!Also: Zigarettenkippen, Lolli's, Kaugummis, Plastikbesteck niemals in der Nähe von Banken oder Bankautomaten wegwerfen!Deine genetischen Daten bleiben dann 30 Jahre lang in der Datenbank beim Bundeskriminalamt erhalten!

2

In der Datenbank des Bundeskriminalamtes liegen 200.000 unbekannte Spuren von Tatorten.Diese Spuren gelten als Beweise für Straftaten, die mit mindestens einem Jahr Gefängnis bestraft werden.

3

Auf Klebestreifen werden genetische Spuren gesichert, Sechs Piktogramm DNA reichen aus von: Schuppen bzw. Hautzellen, Mundschleimhaut, Haarwurzeln und werden dann isoliert und in der Polymerase-Kettenreaktion millionenfach vervielfältigt.

4

Wenn schon kleinste Spuren von DNA am Hemdkragen, den man eine Stunde am Körper oder mehr getragen hat, lassen sie nachweisen.An Gegenständen, zum Beispiel Messer oder Scheren kann man leicht genetische Spuren finden. Nur rote Blutzellen (Erythrozyten) eigenen sich nicht, da sie keine DANN enthalten.

5

Die Knochenmarktuntersuchungen sind immer am schwierigsten. Dazu verwendet man Zellen aus dem Knochenmark.Auf dem Ohlsdorfer Friedhof wurde 2017 ein italienischer Soldat, der im 2. Weltkrieg starb, exhumiert. Es konnte so seine Identität nachgewiesen sowie seine Verwandtschaft mit dem DNA-Test gefunden werden. Er wurde nach Italien überführt. Ein Erfolg für Genetiker und die Familie!!!

Experte

Dr.rer.nat.Ch.Augustin
Dr.rer.nat.Ch.Augustin

Institut für Rechtsmedizin am UKE Hamburg

Leiterin der Forensischen Genetik

Betreuer

Chris Lange

AG

Junior Science Café-AG Brüder-Grimm

Schule