Cyborg - the next generation: Ist die Entwicklung zum Cyborg vorprogrammiert?

Wisst ihr was ein Cyborg ist? Nein. Dann erfahrt ihr es beim Junior Science Café am Käthe-Kollwitz-Gymnasium hier in Berlin in der Duncker Straße.
Mit Experten an unserer Seite wollen wir euch erklären, was es mit dem Thema „Cyborg“ auf sich hat. Ihr interessiert euch für Technik?
Passt ja! Denn ein Cyborg- für die die es nicht wissen – ist ein Lebewesen mit maschinellen Ergänzungsteilen, heißt er ist zum Teil Maschine.
Falls Ihr mehr wissen wollt, kommt doch einfach zu uns und stellt gemütlich bei Keksen und Getränken unseren Experten eure Fragen.
Wir freuen uns auf euch!

Eure MINT-Botschafter_innen :)

Käthe-Kollwitz-Gymnasium

Dunckerstraße 65, 10439 Berlin

5. März 2018, 15:00

Luisa Wolf CC 0

Thesen

1

Cyborgs existieren bereits, seitdem es Menschen gibt.

2

Die Cyborgtechnologie kann die gesundheitliche Lebensqualität stark verbessern.

3

Jeder, der ein Smartphone benutzt, ist ein Cyborg.

4

Cyborgs können gehackt werden.

5

Der Forschritt in der Cyborgtechnologie ist nicht aufzuhalten.

Am 05. März 2018 fand am Käthe-Kollwitz-Gymnasium bereits das 4. Junior Science Café statt. Zum Thema "Cyborg - the next generation: Ist die Entwicklung zum Cyborg vorprogrammiert" sind die Experten Dr. Stefan Ullrich von der HU Berlin sowie Enno Park, der sich selber als Cyborg bezeichnet, unserer Einladung gefolgt und haben die vielen interessierten Fragen unserer Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 5 bis 7 beantwortet. Ein Cyborg ist einfach gesagt nicht weiteres als ein Hybrid aus einem lebendigen Organismus und Maschine. Laut unserer Experten kommt die Verbindung Mensch-Maschine bereits seit Existenzbeginn der Menschheit vor, denn Menschen haben schon immer technische Hilfsmittel, wie z.B. Waffen o. ä. genutzt, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Auch Personen, die eine Brille tragen, sind demnach Cyborgs. Cyborgs können in verschiedene Gruppen eingeteilt werden: eine Unterteilung ist beispielsweise die in „medizinische“ und „nicht medizinische“ Cyborgs. Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen maschinelle Implantate, wie beispielsweise Hörgeräte oder Herzschrittmacher tragen, gehören zur ersten Gruppe. Enno Park trägt seit Jahren ein Cochlea-Implantat und bezeichnet sich seitdem selber als Cyborg. Aus diesem Grund gründete er den Verein Cyborg e.V., in dem sich Menschen, die sich als Cyborg fühlen und andere Interessierte organisieren, um für das Thema zu sensibilisieren und zu informieren. Auf die Frage, welche Vor- und Nachteile das Cyborg-Sein habe, antwortete Herr Park, dass die Wiederherstellung der Körperfunktionen natürlich großartig ist, jedoch könne man nicht alle Organe durch Maschinenteile ersetzen. Das Risiko, dass diese durch den Körper abgestoßen werden könnten ist derzeit noch zu groß. Viele Länder, allen voran Japan, sind jedoch dabei die Entwicklung immer weiter voran zu bringen. Ziel ist es, das Leben der Menschen durch Medizintechnik zu verlängern, sie möglicherweise sogar unsterblich zu machen. Weiterhin könne man auch soziale Verbindungen zwischen Mensch und Maschine als Cyborgs bezeichnen. Dementsprechend wäre jeder Mensch, der täglich sein Smartphone nutzt, ebenfalls ein Cyborg, da er sich durch die Funktionen des Smartphones selbst optimiert. Eine weitere Vision, welche vereinzelt auch schon realisiert wurde, ist es, dass sich Menschen einen Chip unter die Haut implantieren lassen. Dieser Chip könnte dann mehrere Funktionen haben: z.B. könnte er, ähnlich wie bei Haustieren, zur Identifizierung dienen, also ein „Personalausweis“ unter der Haut sein oder man könnte ihn zum Öffnen der Haustür benutzen. Solche Visionen sind zwar befremdlich, aber durchaus vorstellbar. Am Ende steht eines fest: Cyborgs existieren schon längst unter uns und in Zeiten zunehmender Digitalisierung ist die Cyborgtechnologie ein Forschungsfeld, dass mit Sicherheit mehr und mehr an Bedeutung gewinnen wird. Es ist, gerade im Bereich der Medizin, eine tollen Möglichkeit, um die Lebensqualität von Menschen und Tieren zu verbessern. Ob und wie sich diese Entwicklung jedoch mit unseren ethischen Werten, dem Datenschutz und der zunehmenden Cyberkriminalität vertragen kann, bleibt noch abzuwarten.

Experte

Dr. Stefan Ullrich

Informatiker, Experte für Informatik in Bildung und Gesellschaft

Experte

Enno Park

"Enno Park ist gelernter Mediengestalter, studierte Wirtschaftsinformatik und beschäftigt sich mit Technikphilosophie. In seinem Texten und Vorträgen spürt er den Auswirkungen des digitalen Wandels auf Gesellschaft und Individuen nach bis hin zur Verschmelzung von Mensch und Maschine. Seit er Cochlea-Implantate trägt, bezeichnet er sich selbst als Cyborg und war 2013 einer der Gründer des Cyborgs e.V. in Berlin. In einem Satz: Technik ist die Natur des Menschen." Quelle: https://re-publica.com/de/member/921

Betreuer

Maria Alms

AG

MINT- BotschafterInnen
MINT- BotschafterInnen

Die MINT-BotschafterInnen treffen sich jede Woche, um MINT-Events am Käthe-Kollwitz-Gymnasium zu planen. Damit soll die Öffentlichkeitsarbeit für das mathematisch-naturwissenschaftlich profilierte Gymnasium unterstützt werden.

Schule

Käthe-Kollwitz-Gymnasium

Berlin, Berlin