SINUS-Jugendstudie 2016: Digitales Lernen auf zwei Ebenen

Jugendliche wollen digitale Medien auch verstehen. Foto: Pixabay CC0
Foto: pixabay.com CC0

Für Jugendlichen ist es wichtiger in der Schule über digitale Medien zu lernen, als mit ihnen. Das ist ein Ergebnis der Studie „Wie ticken Jugendliche?“ 2016.

Für die Studie hat die SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH 72 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren interviewt, um ihre Lebenswelten zu ergründen. Ein Schwerpunkt lag auf digitalen Medien und digitalem Lernen. „Welche Bedeutung hat das Internet im Leben?“ und „Welche Wünsche hat man diesbezüglich an die Schule?“ waren dabei zentrale Fragen.

Digitale Medien seien für Jugendliche schon so selbstverständlich in den Alltag integriert, dass sie sich „einen Alltag ohne mobile, internetfähige Geräte“ nicht mehr vorstellen können. So heißt es in der Studie: „Jugendliche gehen zudem nicht mehr ins Internet, sondern leben darin.“ Medienkompetenz eigneten sie sich dabei hauptsächlich durch „Hineinwachsen und Ausprobieren“ an.
Die Schulen übernähmen für die Jugendlichen vor allem die Rolle über Gefahren im Internet zu informieren und zu vermitteln, wie sie sich sicher im Internet bewegen können. Wünsche der Schüler und Schülerinnen bleiben, neben der häufig bemängelten digitalen Ausstattung, vor allem bei einem Punkt offen: „Jugendliche möchten digitale Medien nicht nur nutzen, sondern auch verstehen“, so die Verfasser der Studie. Digitales Lernen soll für die Jugendlichen also nicht nur auf einer praktischen, sondern auch auf einer theoretischen Ebene stattfinden.
Auch die Jugendlichen im Junior Science Café-Netzwerk interessieren sich für Themen rund um digitale Medien. So hat die Junior Science Café-AG der Gustav-Heinemann-Schule die Café-Veranstaltung zu „Whatsapp und Co.: Ein Eintrittstor für Hacker“ organisiert und Fragen rund um Datenschutz und staatlicher Überwachung diskutiert. Von der psychologischen Seite haben die Schüler der Giordano-Bruno-Gesamtschule digitale Medien betrachtet. Mit dem Medienforscher Theo Röhle sprachen sie darüber, wie digitale Medien unsere Denkweise beeinflusst. Ein Junior Science Café kann für die Jugendlichen also eine Möglichkeit sein, digitale Medien besser zu verstehen.


11. Mai 2016, 16:10      Babette Jochum      Jugendliche SINUS Digitale Medien      Studie

Kommentare

Datenschutzhinweise: Wir speichern beim Kommentieren keine IP-Adressen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.