D21-Digital-Index 2015 – Wie digital sind Jung und Alt?

Generation 65+ stimmt für Mediennutzung in der Schule. (Foto: pixabay.com, CC0)

 


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Surft ihr viel im mobilen Internet? Habt ihr Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht? Dann seid ihr höchstwahrscheinlich unter 29 Jahre alt.

Der D21-Digital-Index misst, wie digital die deutsche Gesellschaft ist. Er zeigt, wie unterschiedlich verschiedene Altersgruppen die digitale Welt sehen und nutzen. Wir haben die Studie gelesen und finden besonders spannend, dass ältere Personen seltener mobiles Internet nutzen, dass Cybermobbing nicht nur ein Jugendphänomen ist und dass die Generation 65+ stark für den Einsatz digitaler Medien in der Schule plädiert.

Im Jahr 2015 erschien der D21-Digital-Index zum dritten Mal. Die Studie befragt mit Telefoninterviews über 30.000 Menschen ab 14 Jahren mit Festnetz-Anschluss.

Smartphones und mobile Datentarife erlauben, unterwegs online zu sein. Das Ergebnis der Umfrage zeigt, dass die Befragten mobiles Internet mit steigendem Alter immer weniger nutzen. Den größten Unterschied gab es zwischen den 20-29-Jährigen und den über 70-Jährigen. Bei den 20-29-Jährigen nutzten 85,4 Prozent mobiles Internet, wohingegen bei den über 70-jährigen nur 13,9 Prozent es nutzen.

So einen großen Unterschied zwischen den Altersgruppen gab es beim Thema Cybermobbing nicht. In der Gesamtbevölkerung sind fünf Prozent der Nutzer Opfer gewesen. Cybermobbing meint, dass Personen Beleidigungen oder sexuelle Belästigungen über soziale Medien erfahren. Dieses Phänomen tritt insbesondere in der Gruppe der 14-29-Jährigen auf - mit elf Prozent. In der Altersgruppe der 30-49-Jährigen ist es mit drei Prozent vertreten. Das bedeutet: Cybermobbing ist nicht nur ein Phänomen der so genannten Digital Natives, es kommt auch bei älteren Generationen vor.

Was besonders interessant ist: Die Generation 65+ zeigt die größte Zustimmung aller Gruppen für digitale Medien im Schulunterricht. Die Initiative D21 bewertet diese Zustimmung so, dass diese Generation Bildung als Trumpf in Zeiten des Wandels sieht. Die Generation 65+ verfüge mehr als alle anderen Befragten über Erfahrungen mit Gesellschaftsveränderungen.

Fazit: Der D21-Digital-Index zeigt, dass sich Senioren für digitale Medien in der Schule aussprechen, auch wenn sie diese selbst nicht so intensiv nutzen wie die jungen Generationen. Interessant wird sein, wie sich das mobile Internet bei Älteren in den nächsten Jahren verbreitet.


2. März 2016, 13:08      Florian Boegner      Digitale Bildung Technologie      Studie

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