Raumstation an Erde! - Kommunikation mit dem Weltall

Käthe-Kollwitz-Gymnasium

Dunckerstraße 65, 10439 Berlin

15. April 2015, 15:00

Kategorien: Astronomie

Katja Machill CC BY

Thesen

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Für die Kommunikation zwischen Raumstation und Erde gibt es bestimmte Zeiten, die man nicht verpassen darf. Es dauert zehn Minuten bis eine E-Mail ankommt.

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Die Rakete muss vorne spitz sein, damit die Reibungskraft beim Flug durch die Atmosphäre so gering wie möglich ist.

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In der Raumstation müssen Astronauten Sport treiben, damit ihre Muskeln nicht erschlaffen. Sie schlafen in einem Schlafsack, der an der Wand befestigt ist.

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Alle Astronauten brauchen eine medizinische Ausbildung, damit sie in der Not sich selbst und anderen helfen können. Sie können gebrochene Knochen schienen und Zähne ziehen.

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Schwarzen Löchern sollte man nicht zu nahe kommen, da man sonst von ihrem Sog zu stark angezogen wird.

Wir veranstalteten am 15.04.2015 ein Junior Science Café mit dem Namen “Raumstation an Erde“. Wir haben dazu die zwei Experten, Hr. Dr. Weidermann und Hr. Gotthold, zum Thema Raumfahrt eingeladen. Dr. Albrecht Weiderman arbeitet beim DLR in Neustrelitz und leitet das dortige School_LAB. Er hält oft Vorträge zum Thema Luft-und Raumfahrt für Kinder. Stefan Gotthod ist studierter Diplom-Ingenieur und arbeitet als Astronomie-Blogger, Astrofotograf und Social Media Manager. Da das Junior Science Café von der Telekom Stiftung gesponsort wird, begrüßte der Chef der Telekom Stiftung, Hr. Dr. Winter, die Gäste. Danach stellten die Experten sich und ihre Arbeit vor.

Passend zum Schwerpunkt der Veranstaltung, „Denk digital“, ging es um die Kommunikation zwischen Erde und Raumstation. Um überhaupt zu kommunizieren, ist der Standort der Raumstation wichtig, weil die Verbindung sonst nicht funktioniert. Es gibt bestimmte Kommunikationszeiten, um sich nicht zu verpassen, denn es dauert etwa zehn Minuten, bis die Nachricht ankommt. Das ist ein Grund, weshalb sich Astronauten in vielen Fachgebieten gut auskennen müssen, denn bei einem Unfall kann die Erde nicht sofort kontaktiert werden. Im Weltall kann man auch mit Computern und Handys im Internet surfen, aber natürlich ist dieser Zugang sehr gut gesichert.

Zum Thema Raketen haben wir erfahren, dass die Rakete vorne spitz sein muss, damit die Reibungskraft beim Flug durch die Atmosphäre so gering wie möglich ist. Außerdem lernten wir, dass die hinteren Teile der Rakete nacheinander abgeworfen werden und dann in der Atmosphäre verglühen, während die Kapsel, in der sich die Astronauten befinden, bis zur ISS weiterfliegt.

In der langen Zeit, in der die Astronauten auf der Raumstation leben, haben sie täglich einen sehr straffen Zeitplan zu absolvieren. Morgens müssen sie frisch und munter pünktlich zur täglichen Planungskonferenz erscheinen, um den Tag zu organisieren. Danach müssen alle ihre Pflichten erfüllen, wie zum Beispiel Sport treiben, damit  sich die Muskeln nicht abbauen. Außerdem erforschen sie den Weltraum, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Nach ihren Pflichten haben sie noch etwas Freizeit, um Dinge zu tun, die sie gerne machen wollen, zum Beispiel hat Alexander Gerst in seiner Freizeit Fotos vom All gemacht. Auch die kulinarische Versorgung auf der Raumstation ist besonders. Ein Abendessen für Astronauten besteht zum Beispiel aus entwässertem Kartoffelbrei, das sie mit Wasser wieder zubereiten. Es gibt für die Astronauten im Weltall schon über 100 verschiedene Gerichte. Da es auf der ISS nur einen geringen Wasserspeicher gibt, wird das Wasser zur Wiederverwertung gefiltert.

Nach einem langem Tag müssen selbst Astronauten schlafen. Sie schlafen in einem Schlafsack, der an einer Wand befestigt ist. Sie können theoretisch überall schlafen, denn es gibt im All durch die Schwerelosigkeit kein Oben und Unten.

Auch die Ausbildung zum Astronauten wurde thematisiert. Diese dauert mehrere Jahre und die Kandidaten müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Unter anderem brauchen alle Astronauten eine medizinische Ausbildung, damit sie in der Not sich selbst und anderen helfen können. Dazu gehört auch das Schienen gebrochener Knochen  und das Zähne ziehen. Weiterhin müssen sie einen Eignungstest bestehen, damit sie den körperlichen Belastungen während der Fahrt und auf der Station Stand halten können. Ebenfalls darf niemand unter einer Krankheit leiden, um sich und andere nicht zu gefährden. Außerdem benötigt jeder Astronaut gute Reflexe und sollte multitasking-fähig sein, damit Probleme schnell behoben werden können.

Ein weiteres Thema, zu dem die Experten sprachen, waren Schwarze Löcher. Diese sind ein Mysterium, denn man weiß kaum etwas über sie. Allerdings ist bekannt, dass man sich ihnen nicht zu sehr nähern sollte, da man sonst vom Sog zu stark angezogen wird. Man weiß nicht, was sich hinter einem schwarzen Loch befindet, wie groß es ist oder wo sein Ende ist. Sie tragen ihren Namen, weil sie das ganze ankommende Licht absorbieren.

Nach den Vorträgen wurden auch noch Fragen aus dem Publikum, zum Beispiel "Kann man im Weltall riechen?" und "Wie wachsen Pflanzen im Weltall?“, beantwortet.  Die Veranstaltung dauerte insgesamt zwei Stunden, in denen wir alle etwas dazu gelernt haben.

Unser Café im Video

Experte

Berlin

Astronomie-Blogger, Astrofotograf und Social Media Manager, Diplom-Ingenieur

Experte

Neustrelitz

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Neustrelitz, DLR_School_Lab Neustrelitz, Leiter

Betreuer

Simone Ley

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Die MINT-BotschafterInnen treffen sich jede Woche, um MINT-Events am Käthe-Kollwitz-Gymnasium zu planen. Damit soll die Öffentlichkeitsarbeit für das mathematisch-naturwissenschaftlich profilierte Gymnasium unterstützt werden.

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