Radiologie - wie Technik das Erkennen von Krankheiten möglich macht

Inwiefern erleichtern digitale Medien und Geräte das Erkennen von Krankheiten?
Wie sieht der Alltag eines Radiologen aus?
Inwieweit sind die komplexen Zusammenspiele des menschlichen Körpers vollständig zu durchleuchten?
Wie werden Patientendaten geschützt? Sind meine Daten wirklich sicher?

Viele Fragen zum Einsatz von moderner Technik in der Medizin bis hin zum Thema Medizinstudium sollen bei unserem Junior Science Café erklärt und diskutiert werden.

Eine gute Möglichkeit für alle, die mit dem Gedanken spielen Medizin zu studieren und/oder technisch interessiert sind.

St.-Anna-Schule

Dorotheenstraße 11-19, 42105 Wuppertal

20. Januar 2016, 15:00

Kategorien: Digitale Medien     Medizin     Technologie     Biologie

pixabay.com CC 0

Thesen

1

Radiologie ist ein Teilgebiet der Medizin, bei dem es sich um ein Schnittstellenfach handelt. Es vereint eine Vielzahl von medizinischen Fachbereichen in sich, dazu zählen beispielsweise Innere Medizin, Chirurgie oder auch HNO-Heilkunde. In der Diversität liegt der große Vorteil der Radiologie.

2

Die eingesetzten Geräte verfügen über eine hochmoderne Technik, die stetig weiterentwickelt wird. Dieser Prozess der Weiterentwicklung unterliegt einer rasanten Geschwindigkeit, sodass sich Radiologen stets auf dem aktuellen Stand halten müssen, um nicht der Technik hinterherzuhinken.

3

Mit der Entwicklung des PACS, eines digitalen Systems zur Verarbeitung und Verwaltung von medizinischen Bildern und Daten, kann eine sogenannte Expertisenmatrix aufgebaut werden. Ärzte an unterschiedlichen Orten können auf diese Datenbank zugreifen und anderen Kollegen mit ihrem Fachwissen zur Seite stehen. Dies ist ein enormer Fortschritt, so kann die Qualität gesteigert werden bei einer gleichzeitigen Reduktion der Kosten sowie einer Zeiteinsparung.

4

Viele eingesetzte Diagnosegeräte sind in der Lage zu mehrdimensionalen Darstellungen, die Ärzte können immer fundiertere Diagnosen stellen, da sie die betroffenen Körperstellen in ihrer gesamten Struktur wahrnehmen können und nicht auf eine Perspektive beschränkt sind wie noch vor einigen Jahrzehnten. Als Beispiel kann die Magnetresonanztomographie genannt werden, bei der zwischen verschiedenen Ansichten gewechselt werden kann und beispielsweise auch eine Volumenbestimmung möglich ist.

5

Die Digitalen Medien ermöglichen den Praxen sogar eine Expansion ins Ausland, sie können sich besser vernetzten und dadurch eine hochwertigere Expertise garantierten. Unter anderem gibt es auch Plattformen zur Aneignung von Fachwissen, sodass die Standortgebundenheit abnimmt.

Das Thema unseres zweiten Junior Science Cafés, das am Mittwoch, dem 20. Januar 2016 stattfand, lautete „Radiologie – Wie Technik das Erkennen von Krankheiten möglich macht“. Passend dazu durften wir als Experten den Radiologen Dr. Adel Maataoui an unserer Schule begrüßen.

 

Im Vorfeld wurde die Veranstaltung von uns intensiv beworben, einerseits durch persönliche Einladungen von interessierten Schülerinnen und Schülern, andererseits durch in der Schule aufgehängte Plakate. Auf diesen waren QR-Codes abgedruckt, die beim Einscannen über ein mobiles Endgerät auf Fragen weiterleiteten, die Neugier für die Veranstaltung wecken sollten. Viele Schüler nutzten diese Möglichkeit, und nach einigen Wochen wurde aufgelöst, dass die Plakate zu unserer Veranstaltung gehörten.

 

An besagtem Tag referierte Dr. Maataoui mithilfe einer anschaulich gestalteten Präsentation zu seinem gewählten Berufsfeld.

Diese gliederte sich in unterschiedliche Abschnitte auf, sodass neben seinem persönlichen Werdegang und dem Arbeitsalltag auch die spezifische Gerätetechnik und ihre Entwicklung, sowie die Nutzung der Digitalen Medien und der Datenschutz auf der Agenda standen.

Dr. Maataoui überzeugte durch seine freundliche, überlegte und humorvolle Art, der Vortrag verging wie im Flug. Sein Werdegang machte deutlich, dass das Leben nicht immer geradlinig verläuft, so war das Antreten seines Medizinstudiums das Resultat einer verlorenen Wette. Dies stellte sich jedoch als Glücksfall heraus, und so trat er nach einer insgesamt 12 jährigen Ausbildung seine Arbeit als Radiologe an.

Während der Erklärung der genaueren Gerätetechnik wurde deutlich, welch weitreichende Kenntnisse ein Radiologe vorweisen muss, aber auch wie abwechslungsreich und spannend dieser Beruf ist. Digitale Medien sind täglich im Einsatz, sei es zur allgemeinen Datenerfassung oder zum Expertiseaustausch zwischen Ärzten.

Die Präsentation überzeugte auf voller Linie und ihr war leicht und angenehm zu folgen.

Im Anschluss war Zeit für aufgekommene und teils auch persönliche Fragen rund um das Thema Radiologie.

 

Wie im letzten Jahr auch, haben wir uns über den Besuch von Frau Rabe vom Junior Science Café sehr gefreut, die uns erneut bei der Organisation geholfen hat.

Experte

Dr. med. Adel Maataoui

Facharzt für Radiologie beim radprax-Unternehmen

Betreuer

Raimund Lukannek

St.-Anna-Schule

AG

Junior Science Café-AG St.-Anna-Schule

Die Junior Science Café-AG organisiert Veranstaltungen für Interessierte zum Thema „Der Mensch 2.0“. Zu diesen Veranstaltungen werden wissenschaftliche Fachvertreter eingeladen, damit Informationen aus erster Hand weitergeleitet und erfasst werden können. Zeit für Fragen und Diskussionen wird den Teilnehmern der Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Derzeitig besteht das Café aus zehn motivierten Schülerinnen und Schülern der Oberstufe.

Schule

St.-Anna-Schule

Wuppertal, Nordrhein-Westfalen

Autoren

David Honscha