Bioprinting

- Organe aus dem 3D-Drucker

Vitzthum-Gymnasium

Paradiesstraße 35, 01217 Dresden

9. November 2016, 17:00

Kategorien: Medizin     Technologie

Thesen

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Stand der Forschung aktuell: Wir mussten feststellen, dass die Forschung des Bioprintings schon große Forstschritte gemacht hat, doch man ist immer noch weit von druckbaren Organen entfernt. Leider wird dies in Medien nicht richtig vermittelt, weshalb sich Menschen eben schon funktionstüchtige Organe vorstellen. Dies ist leider noch vollkommen absurd.

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Größtes Problem: Dem Drucken von Organen steht das ungelöste Problem der Sicherstellung der Durchblutung für die richtige Funktion im Weg. Denn auch mit den besten technischen Mitteln wird es wohl in naher Zukunft noch nicht möglich sein, die Zellen zu einem funktionstüchtigen, zusammenhängenden Organismus aufzubauen.

3

Medizinische Chancen: Die Forschung mit Bioprinting bietet jedoch auch andere vorteilhafte Anwendungsmöglichkeiten. So nutzt man diese Forschung z.B. auch auf dem Gebiet der Medikamententestung.

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Auswirkung auf unser Leben: Nicht immer ist das Geld in der Forschung richtig angelegt - wenn Nachteile der Inovation überwiegen oder kein Erfolg in Sicht ist, sollte man die Investitions in dieses Forschungsgebiet überdenken. Da man mit dem Bioprinting jedoch sehr viele Chancen verfolgen kann, sollte diese Forschung weiterhin unterstützt werden. Man kann also hier sagen, dass zwar auch Nachteile existieren, aber die positiven Auswirkungen auf unser Leben überwiegen.

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Meinung des Publikums: Nachdem wir auch die Meinung der Teilnehmer unserer Diskussion ausgewertet haben,hat sich herausgestellt, dass es unterschiedliche Sichtweisen zu diesem Forschungszweig gibt, aber sich die Mehrheit für Bioprinting ausspricht.

Am 09.11.2016 war es endlich soweit. Die Aula unserer Schule war reserviert, Kekse und Getränke bereitgestellt und Experten eingeladen. Alles war vorbereitet für die erste Science-Café-Veranstaltung des Vitzthum-Gymnasiums. Schon ein gutes halbes Jahr vorher hatte die Science-Café AG mit den Vorbereitungen für den Veranstaltungsabend begonnen. Aus der groben Idee, etwas mit Bioprinting zu diskutieren, wurden nach und nach immer detailliertere Vorstellungen. Daraus konnten schließlich konkrete Fragen für die Moderation der Veranstaltung formuliert werden. Der 09.11. rückte näher und die Nervosität des Organisationsteam wurde größer. Doch dann war der Abend gekommen und wurde ein Erfolg. Um die Gäste von ihrem derzeitigen Wissensstand abzuholen, begann die Veranstaltung mit einem Vortrag eines Studenten zur Modellierung von 3D-Objekten. Dazu zeigte er live mit einem Modellierungsprogramm die Vorgehensweise und fesselte damit die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer. Dem kurzen Einstieg folgte ein weiterer Kurzvortrag von Prof. Dr. Gelinsky zu unserem eigentlichen Thema Bioprinting. Dabei stellte er verschiedene Verfahrenstechniken und Anwendungsmöglichkeiten des 3D-Druckens vor. Danach waren die Moderatorinnen an der Reihe. Mit gezielten Fragen, lenkten sie das Gespräch mit unserem Experten Professor Doktor Gelinsky in die richtige Richtung und brachten somit, das anfangs schüchterne Publikum dazu, eigene Fragen zu stellen. Nach und nach folgten immer mehr Fragen und Herr Gelinsky kam durch ausführliche und gut verständlich formulierte Antworten mit den Gästen ins Gespräch. Nach gut einer Stunde Diskussion war das Eis endgültig gebrochen und Zeit für die Keks- Pause. Auch während dieser standen Experten und Besucher in kleineren Grüppchen zusammen und tauschten sich weiter über das Thema aus. Nach der Pause wurden auch die ethischen Aspekte des Organdruckens und der Forschung dazu angesprochen. So wurden aus Fragen nach dem Geld für diese Forschungen, Fragen zum Sinn der Forschung und zum Dilemma zwischen Nutzen und Aufwand. Nach fast zwei Stunden wurden die Fragen weniger und das große Interesse der Zuhörer schien fürs Erste gestillt zu sein. Zeit sich bei den Gästen und Rednern zu bedanken und die Veranstaltung zu beenden. Insgesamt hat sich der Organisationsaufwand wirklich gelohnt. Wir als Organisationsteam und auch die Gäste, konnten mit neuen Informationen, aber auch mit Stoff zum Nachdenken aus der Veranstaltung gehen. Wir freuen uns auf das nächste geplante Science-Café an unserer Schule und hoffen, dass auch dieses uns solch einen interessanten Einblick in die aktuelle Forschung und in die Zukunft geben kann.

Experte

Professor Doktor Gelinsky

Er war DER EXPERTE unserer ersten Science-Café-Veranstaltung: Professor Doktor Gelinsky. Mit seinem enorm weitreichenden Wissen zum Thema Bioprinting und seiner kommunikativen, freundlichen Art konnte er das Publikum und uns beeindrucken. Sowohl bei unserem ersten Treffen mit ihm, als auch bei der Veranstaltung selbst, hat er uns, durch seine tolle Art Wissen weiterzugeben, überzeugt. Das Vortreffen fand im Zentrum für translationale Knochen-, Gelenk- und Weichgewebeforschung statt, dessen Leiter er ist. Uns wurden dabei sogar die Labore gezeigt und die Arbeit mit organischen Zellen erklärt. Dafür und für seine Verlässlichkeit bedanken wir uns sehr bei Herrn Prof. Dr. Gelinskys und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

Betreuer

Andreas Kaiser

AG

Junior Science Café-AG Vitzthum

Seit April 2016 gibt es am Vitzthum-Gymnasium das GTA „Junior Science Café“. Es engagieren sich einige Schülerinnen und Schüler bei der Umsetzung der Idee, Jugendliche mit Wissenschaftlern ins Gespräch zu bringen. Unsere Welt wird immer mehr durch digitale Einflüsse geprägt und getreu dem Motto der Schule: „Ältestes bewahrt mit Treue, freundlich aufgefasstes Neues“ wird es spannend sein, in interessanten Runden über neue Erkenntnisse zu reden und voneinander zu lernen.

Schule

Vitzthum-Gymnasium

Dresden, Sachsen

Autoren

AG Junior Science Café am Vitzthum

Die AG Junior-Science-Café des Vitzthum-Gymnasiums existiert seit Anfang des Jahres 2016. Zurzeit besteht die AG aus elf physik- und forschungsinteressierten Mädchen und Jungen unterschiedlicher Jahrgangsstufen, die sich um die Organisation der halbjährig stattfindenden Science-Café-Veranstaltungen kümmern. Wir hoffen auf weitere engagierte Schüler unserer Schule und werden nun mit neuer Motivation an die Planung unserer nächsten Veranstaltung gehen.