Intelligente Häuser und Autos - automatisieren wir unser ganzes Leben?

In dem am 29. Juni 2016 im Otto-Von-Taube-Gymnasium veranstalteten Junior Science Café, ging es darum, welchen Einfluss Intelligente Häuser und Autos auf unser Leben haben. Des Weiteren wurde auf die Gefahren und technischen Aspekte dieser Technologien durch die anwesenden Experten Dr. Siegfried Pongratz vom VDE und Professor Dr. Fritz Busch von der TUM eingegangen.

Otto-von-Taube-Gymnasium

Germeringer Straße 41, 82131 Gauting

29. Juni 2016, 16:30

Kategorien: Technologie

geralt CC 0

Thesen

1

Vernetzung ist der Schlüssel für smarte Technologien

2

Autos werden immer mehr ein Smartphone auf Rädern

3

Die Digitalisierung der Welt hat längst begonnen

4

Ohne "smart" war alles einfach... und IT-Security kein Problem

5

The Internet of Things connects the World

Am Mittwoch, den 29. Juni 2016, veranstalteten wir unser 4. Junior Sience Café zum Thema „Intelligente Häuser / Autos – Automatisieren wir unser ganzes Leben?“. Wir freuten uns über den Besuch der zwei Experten Herrn Dr. Siegfried Pongratz, vom VDE, dem Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik, und Herrn Professor Dr. Fritz Busch, der den Lehrstuhl  für „Traffic Engineering and Control“ an der TUM leitet. Am Anfang hielten beide einen Vortrag, um uns ihre Tätigkeiten und das Thema näher zu bringen. Anschließend durften wir in einer offenen Diskussionsrunde Fragen stelle, die sie uns ausführlich und gerne beantwortet haben. Herr Pongratz informierte uns über smarte Technologien generell und spezialisierte sich im Laufe seines Vortrags auf intelligente Häuser. Dabei betonte er immer wieder die Wichtigkeit der Vernetzung und Kommunikation zwischen den Haushaltsgeräten in einem „smarten Home“.

 

1. „Vernetzung ist der Schlüssel für smarte Technologien“

 

Auch Prof. Dr. Busch wies auf die Vernetzung als Grundvoraussetzung der smarten Technologien hin. Er erklärte uns dies anhand intelligenter Autos, die miteinander, mit dem  (intelligenten) Haus, der Straße und den Straßenschildern, der Firma und den persönlichen Gegenständen, wie Handys oder Smartphones, kommunizieren.  Die smarten Autos sollen bis 2025 selbstständig fahren können. Man soll auch Apps, wie bei einem Smartphone, herunterladen können.

 

2. „Autos werden immer mehr ein Smartphone auf Rädern“

 

Beide Experten erwähnten auch die Fortschritte, die es im technischen Bereich heute schon gibt. Wie beispielsweise die jetzigen Navigationssysteme in Autos  In naher Zukunft wird das Leben immer digitaler werden, aber auch jetzt schon sind sehr große Entwicklungen zu sehen. Dazu wurden uns von Herrn Pongratz Bildern von der Papstwahl von 2005 und 2013 im Vergleich gezeigt. Darauf war deutlich ein Fortschritt der Medien zu sehen: Während 2005 nur wenige Leute Handys besaßen, hatten in 2013 schon fast jeder ein Smartphone, Tablet oder ähnliches.

 

3. „Die Digitalisierung der Welt hat längst begonnen“

 

 Durch die Digitalisierung treten jedoch auch Probleme und Gefahren auf. Beide Experten haben uns auf die Bedrohung durch Hacker aufmerksam gemacht. Dadurch, dass alles miteinander vernetzt ist, kann durch eine Schwachstelle auf das gesamte System mit alllen Informationen zugegriffen werden. Auch die Angst durchleuchtet zu werden wird größer, auch wir Nutzer geben immer mehr von uns Preis. Der Mensch wird immer „gläserner“, und viele Hacker können auf unsere Daten zugreifen. Auch Facebook ist nicht ausreichend verschlüsselt, während Whatsapp dieses Problem vor kurzem verbesserte. Herr Pongratz und seine Firma testen immer wieder die IT-Sicherheit von Firmen, indem sie wie Hacker vorgehen. Bei Hackern unterscheidet man zwischen den „black Heads“ und den „white Heads“. Die ersten sind die, die mit einer „bösen“ Absicht hacken und Informationen wollen. Die anderen testen die Sicherheitssysteme um vor möglichen Angriffen der „black Heads“ zu schützen.

 

4. „Ohne „smart“ war alles einfach… und IT-Security kein Problem“

 

Herr Busch, der uns etwas über intelligente Autos erzählte, klärte uns über die Motivationen, Erwartungen und Folgen von voll automatisierten Autos auf. Eine der wichtigsten Motivationen solche Autos durchzusetzen ist die dadurch verbesserte Sicherheit. Mehr Unfälle entstehen durch menschliche Fehler als durch technische. Durch die smarten Autos können 90% der Fehler, die durch menschliches Versagen verursacht werden durch Warnungen und Technik vermieden werden. Auch Staufreiheit soll dadurch geschaffen werden können. Auch der Komfort wird größer durch im Auto eingebaute Assistenzsysteme wie beispielsweise Navigationssysteme oder Staumelder. Herr Pongratz und Herr Busch sprachen beide wiederholt das „Internet der Dinge“ ( „The Internet of Things“ ) an, welches ein „Paradies für die Technik“ sei. Darüber vernetzen sich Fahrzeuge, Häuser, Straßen, Smartphones etc.

 

5. „The Internet of Things connects the World“

 

 

Solche smarten und auch fahrerlosen Autos werden schon entwickelt und auch getestet. Vor allem Google forscht an solchen Autos aber auch in Deutschland gibt es schon ein Testfeld. Dieses digitales Testfeld ist dien Abschnitt auf der A9 nördlich von München Richtung Ingolstadt. Dort werden automatisiertes Fahren und neue Technologien erprobt. Diese Autos sind ausgestattet mit Highspeed-Mobilfunk und Warnsystemen. Durch das testen der Autos kann die Technik der Autos weiterentwickelt und verbessert werden.

Betreuer

Maria Müller

AG

Junior Science Café Gauting
Junior Science Café Gauting

Die AG besteht aus der Klasse 8b des Otto-von-Taube Gymnasiums in Gauting, Bayern. Die Schülerinnen und Schüler treffen sich einmal pro Woche in einer AG-Sitzung, um gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Recherchiert und organisiert wird jedoch in kleinen Teams außerhalb der Schulzeit.

Schule

Otto-von-Taube-Gymnasium

Gauting, Bayern