Heimatplanet Erde oder Mission zum Mars?

Wie lebenswert ist die Erde für den Menschen? Gibt es perspektivisch Möglichkeiten für ein Leben auf anderen Planeten? Die Schüler-AG "Na, Erde?" diskutiert im Schlauen Haus Oldenburg mit Experten und Wissenschaftlern aus den Bereichen Erdbeobachtung, Raumfahrt und Astronomie. Sie plant diese Veranstaltung, führt sie selbstständig durch und moderiert sie. Auch Fragen aus dem Publikum sind willkommen.

Neues Gymnasium Oldenburg

Schlaues Haus, Schlossplatz 16, 26122 Oldenburg

11. März 2016, 18:00

Kategorien: Umwelt     Astronomie

Thesen

1

Essentielle Voraussetzungen für unser Leben sind Proteine, Fette, Eiweiße, Kohlenhydrate und Wasser mit den chemischen Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Phosphor und Schwefel (CHNOPS). Die Technik ist so weit fortgeschritten, dass ein Satellit detaillierte Fotos von der Erde aufnehmen und sogar zwischen echter und künstlicher Bepflanzung unterscheiden kann.

2

Man muss bei Projekten in den Weltraum alle menschlichen Grundbedürfnisse erfüllen. Um den Menschen möglichst lange im Weltraum überleben zu lassen, benötigt man ausgereifte Kohlenstoffdioxidfilter und Wasseraufbereitungsmethoden. Zudem muss man genug Nahrung dabei haben.

3

Als Astronautin oder Astronaut muss man sich auf ein eingeschränktes Leben einstellen. Das Leben im Weltraum ist durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst. So muss die Person auf Luxusartikel bzw. Luxus verzichten. Auch die Schwerelosigkeit und die erhöhte Strahlenbelastung muss bei der Planung eines Aufenthalts im All berücksichtigt werden. Man muss genügend Sport treiben und darf nicht zu lange im Weltall bleiben.

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Trotz der vielen Forschung ist der Mars immer noch ein Mysterium für uns. Auch wenn schon viele Missionen zum Mars gestartet sind, entdecken wir immer wieder etwas Neues.

5

Trotz der zunehmenden Anzahl an entdeckten Exoplaneten kann man nicht viel über diese sagen. So kommt es, dass noch keine wirkliche „Alternativ-Erde“ gefunden wurde. 2018 wird der Satellit CHEOPS für weitere Forschungen starten. Dabei werden auch Zeichnungen unserer AG mit an Bord sein.

 

Am 11. März 2016 fand im Schlauen Haus am Schlossplatz das dritte Junior Science Café der AG „Na, Erde?“ des Neuen Gymnasiums Oldenburg zum Thema „Heimatplanet Erde oder Mission zum Mars?“ statt. Die AG „Na, Erde?“ ist eine naturwissenschaftlich interessierte Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus Schülern der Jahrgänge 5 bis 12.

 

Zu Beginn gingen Professor Michel von der Jade Hochschule, unser Experte für Erdbeobachtung und Satellitenbilder, mit den Moderatoren Frieda (Jg. 7) und Tobias (Jg. 12) auf die notwendigen Lebensbedingungen auf der Erde und die Erdbeobachtung durch Satelliten ein. Die Beobachtung durch Satelliten via Infrarot erschien durchaus sinnvoll, um die Lebensbedingen auf der Erde zu beobachten und einem Ausweichen auf andere Planeten vorzubeugen.

Im zweiten Teil des Science Cafés beschäftigte sich das Moderatorenteam Marten (Jg. 7) und Ilja (Jg. 11) mit den Experten Dr. Stiefs, Leiter des DLR_School_Labs in Bremen, und Frau Beelen, Astrophysikstudentin, mit den Lebensbedingungen auf einer Weltraumstation. Bei der Diskussion wurden Faktoren wie Ernährung durch Abbau von Pflanzen, Schwerelosigkeit und Weltraumstrahlung angesprochen.

Im letzten Abschnitt der Diskussion planten die Teilnehmer einen Flug zum Mars und den Aufbau einer Station auf einem fremden Planeten. Ein solches Unternehmen ist mit einigen Schwierigkeiten verbunden, wie aus den Beiträgen von Dr. Stiefs und Herrn C. Sturm, Hobbyastronom, deutlich wurde. Flugdauer, verzögerte Kommunikation und Umwelteinflüsse auf fremden Planeten waren einige der Punkte, die unter der Moderation von den Schülern Emma (Jg. 7) und Aaron (Jg. 12) angesprochen wurden.

Durch das Projekt wurde den Schülern und Zuschauern ein Einblick in die Lebensbedingungen auf der Erde, im Weltraum und der Mission zum Mars gewährt. Die daraus erfolgten Fragen zeigten die rege Beteiligung des Publikums und auch das positive Feedback sprachen für den Erfolg dieses Junior Science Cafés. Deshalb startet die AG „Na, Erde?“ schon mit den Vorbereitungen zu dem nächsten Junior-Science-Café 2017.

Von Ilja (Jahrgang 11) und Tobias (Jahrgang 12), AG „Na, Erde?“

Experte

ESA Education Team

ESA-ESTEC, Noordwijk (Niederlande)

steuerte einen Film bei, in dem Fragen der Schüler-AG "Na, Erde?" zum Café-Thema beantwortet wurden.

Experte

Charlotte Beelen

Universität Oldenburg

ist Physikstudentin mit einem besonderen Interessenschwerpunkt in der Astrophysik. Sie wurde 2015 als Nachwuchswissenschaftlerin zur Teilnahme am Treffen der Nobelpreisträger in Lindau ausgewählt.

Experte

Prof. Dr. Ulrich Michel

Jade Hochschule Oldenburg

ist Experte im Bereich der optischen Fernerkundung der Erde. Er arbeitet am Institut für Angewandte Photogrammetrie und Geoinformation (IAPG).

Experte

Dr. Dirk Stiefs

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Bremen

leitet das DLR_School_Lab in Bremen. Das dortige DLR-Institut für Raumfahrtsysteme beschäftigt sich u.a. mit Satelliten- und planetaren Landesystemen.

Experte

Christian Sturm

Vereinigung der Sternfreunde (VdS)

ist Amateur-Astronom mit dem aktuellen Interessenschwerpunkt Exo-Planeten. Er ist Mitglied in der Vereinigung der Sternfreunde (VdS).

Betreuer

Ines Hauck-Gundelach

Neues Gymnasium Oldenburg

Betreuer

Bernhard Sturm

Neues Gymnasium Oldenburg

AG

Schüler-AG „Na, Erde?“
Schüler-AG „Na, Erde?“

Bei dem Namen der AG „Na, Erde?“ haben sich die Schülerinnen und Schüler des Neuen Gymnasiums Oldenburg Folgendes gedacht: Sie stellen mithilfe der Naturwissenschaften, Chemie und Physik, der Erde Fragen und beantworten diese. Derzeit sind sie 17 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 bis 12. Die AG besteht seit dem Schuljahr 2009/2010.

Schule

Neues Gymnasium Oldenburg

Oldenburg, Niedersachsen

Autoren

Schüler-AG "Na, Erde?"

Wir stellen mithilfe der Naturwissenschaften, Chemie und Physik Fragen an die Erde und beantworten diese. Zurzeit sind wir etwa 15 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 bis 12. Die AG besteht seit dem Schuljahr 2009/2010.