Glyphosat - ein TODsicheres Pflanzenschutzmittel?

Glyphosat ist seit den 70er Jahren im Einsatz, aber ist das zwingend notwendig?
In unserem Café wollen wir klären, warum es verwendet wird, ob es Alternativen gibt und warum es derartig umstritten ist.
Hierfür laden wir Dr. Michael Conrad ein, um in einer Diskussion die Vor- und Nachteile des Pflanzenschutzmittels zu erörtern.

St.-Anna-Schule

Dorotheenstraße 11, 42105 Wuppertal

26. Oktober 2016, 18:30

Kategorien: Technologie     Umwelt

pixabay : weizenfeld , CC 0

Thesen

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Pflanzenschutz wird immer wichtiger, da die Weltbevölkerung weiter wächst und dadurch mehr und effizienter Nahrung angebaut werden muss.

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Glyphosat ist einfach einzusetzen, aber man muss die Grenzen einhalten, da es sonnst die Umwelt geschädigt werden kann. Der richtige Einsatz sollte gezeigt/gelehrt werden, um Risiken zu minimieren.

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Langzeitrisiken von Glyphosat müssen besser erforscht werden, da diese nicht ausreichend bekannt sind.

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Das Krebsrisiko muss auch noch weiter Erforscht werden, da es viele zwar Studien gibt, aber diese zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen

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Glyphosat sollte mit anderen Pestiziden eingesetzt werden, damit eine Resistenzbildung vermieden wird.

Das Thema des dritten Junior Science Cafés des St. Anna Gymnasiums war „Glyphosat - ein TODsicheres Pflanzenschutzmittel?“ und hat am 26. Oktober 2016 stattgefunden. Hierfür wurde Dr. Michael Conrad eingeladen, der durch seinen Beruf bei der Bayer CropScience AG als Global Regulatory Affairs viel Fachwissen über Glyphosat und Pflanzenschutzmittel hat. Weitere Gäste waren Frau Rogalli und Tobias Armenat, die sich kritisch mit dem Thema auseinandergesetzt hatten und die Meinung des besorgten Bürgers widerspiegeln. Der Moderator und Leiter der Diskussionsrunde war Herr Lukannek.

 

Der Abend war in drei Teile gegliedert: Zuerst haben zwei Mitgliedern des Cafès ein Vortrag über den Pflanzenschutz gehalten. In diesem wurden Gründe für den Pflanzenschutz sowie Vor- und Nachteile des chemischen Pflanzenschutzes erläutert. Weiterhin wurden Alternativen zum chemischen Pflanzenschutze aufgezeigt, um für die Zuhörer ein Basiswissen für die anschließende Diskussion zu schaffen. Als nächstes folgte ein Film über Glyphosat, der zum dritten Teil, der Diskussion, überleitete. Bei der Diskussion hatten beide Parteien ein zwölfminütiges Rederecht, welches durch eine Stoppuhr überwacht wurde. So wurde sichergestellt, dass beide Parteien einen ausgewogene Redezeit hatten.

Während der Diskussion wurde auf viele Problemstellungen eingegangen. Wichtige Aspekte wie Krebsrisiko, Grenzwerteinhaltung und Resistenzbildung wurden besprochen. Es kamen aber auch Fragestellungen wie zum Beispiel die Verlässlichkeit des Anwenders zur Sprache. Als die maximale Redezeit von beiden Parteien aufgebraucht war, konnten die Zuhörer noch Fragen stellen. Für die Beantwortung der Fragen unterlagen die Parteien keiner Zeitbeschränkung.

 

Insgesamt war es eine gelungene Diskussionsveranstaltung. Wir hoffen, dass die Zuhörer einiges über das Thema Glyphosat erfahren haben und zum nachdenken angeregt wurden.

 

Betreuer

Raimund Lukannek

St.-Anna-Schule

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Junior Science Café-AG St.-Anna-Schule

Die Junior Science Café-AG organisiert Veranstaltungen für Interessierte zum Thema „Der Mensch 2.0“. Zu diesen Veranstaltungen werden wissenschaftliche Fachvertreter eingeladen, damit Informationen aus erster Hand weitergeleitet und erfasst werden können. Zeit für Fragen und Diskussionen wird den Teilnehmern der Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Derzeitig besteht das Café aus zehn motivierten Schülerinnen und Schülern der Oberstufe.

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