Designer Babys-eine zukünftige zwei Klassengesellschaft?

Anne-Frank-Gymnasium Rheinau

Gymnasiumstr. 10, 77866 Rheinau

20. Juli 2016, 15:30

Kategorien: Medizin     Technologie

Adina Voicu CC 0

Thesen

1

Durch Enzyme können Gene ausgetauscht, eingesetzt oder verändert werden.

2

Zu starkes Eingreifen in die Gene ist ethisch nicht vertretbar.

3

Mit speziellen Verfahren könnte man sich einen Menschen so gestalten wie man möchte.

4

Bei Krankheiten und Gendefekten wären Genveränderungen hilfreich.

5

Eingriffe in die DNA bieten noch viele unbekannte Nebeneffekte und Risiken.

21.07./Am 18. Juli 2016 begann das große Projekt der achten und zehnten Klasse.Das „Junior Science Cafe“ ist ein Projekt, welches dazu diente, dass Jugendliche sich der Wissenschaft nähern und ein komplettes Projekt zu einem selbst ausgewähltem Thema organisieren. Das diesjährige Thema lautete: „Designer Babys – Kinder aus Dem Katalog?“.

Gefordert: Teamarbeit

Sieben verschiedene Teams stellten ein ansehnliches Projekt auf die Beine.

  • Das Team Wissen hat sich über unser Thema schlau gemacht und eine Präsentation vorbereitet.
  • Das Team Moderation moderierte den Auftritt und stellte den Experten Fragen.
  • Das Team Projektleitung behielt den Überblick und hielt alles am Laufen.
  • Das Team Event plante die Veranstaltung und kümmerte sich um kleine Snacks und Getränke.
  • Das Team Kreativ dekorierte und verschönerte unseren Veranstaltungsort, währenddessen sie noch für das Video- und Fotomaterial zuständig waren.
  • Das Team Kommunikation war für die Presse und für die Schulhomepage sowie Junior Science Cafe Homepage zuständig.

 

Experten eingeladen

Nun zu unserem Team Experten, sie hatten Dr. Harald König und Professor Dr. Walter Bodemer eingeladen.

Dr. Harald König befasst sich mit Forschungen der synthetischen Biologie und mit Forschungen über In-vitro Interaktionen, während sich Professor Dr. Bodemer mit Herpesviren, Retroviren und neuen Erregern beschäftigt. Das Team Moderation führte zusammen mit dem Team Wissen, den Experten und dem Publikum eine interessante Podiumsdiskussion, das Team Moderation hat die Diskussion kurz für uns zusammengefasst.

Die erste Frage an den Professor Dr. Walter Bodemer war ihm sehr bekannt, dennoch schwer zu beantworten. Denn sie lautete, wie weit man seiner Meinung nach bei einer Manipulation eines werdenden Kindes gehen darf.
Er überlegte kurz, aber er antwortete, dass  bei schweren Gendefekten in die DNA eingegriffen werden könne, dies aber zusammen mit den betroffenen Eltern ausführlich besprochen werden müsse.
Es komme ebenfalls auf die Stärke des Gendefekts an, durch zu starkes Eingreifen in die DNA, gibt es viele neue Risiken und Nebeneffekte von denen man nicht viel weiß.


Fragen aus dem Publikum 

Danach kam eine Frage aus dem Publikum, die Frage: "Wann beginnt menschliches Leben?" stellte der Ethiklehrer Herr Daniel Sauer, der nach seinen Angaben auch in seinem Unterricht mit den 10.-Klässlern häufiger auf diese Definitionsproblematik zu sprechen kam. Professor Dr. Walter  Bodemer und Dr. Harald König wussten nicht genau, wie man diesen Beginn definieren sollte, da es viele Ansichten zu dieser Frage gebe. Sie meinten, eine schlichte, aber greifbare Definition sei, wenn eine Eizelle befruchtet werde, beginne das menschliche Leben. Wenn man also an winzigen, nur wenige Zellen großen Embryos etwas ändere, greift man damit genau bereits in menschliches Leben ein. Das ist problematisch.
Als Letztes kam eine Frage zum Thema CRISPR/CAS Verfahren: zu diesem Thema hatte das Team Wissen eine Folie in ihrer Präsentation vorbereitet, doch die Moderatoren wollten noch genauer wissen, wie denn es genau funktioniert.
Dr. Harald König hatte in seiner selbst zusammengestellten Präsentation ein schönes Beispielbild, doch Professor Dr. Walter Bodemer verdeutlichte es noch einmal sozusagen mit  Händen und Füßen. Mit diesem Verfahren kann man nämlich gezielt Gene verändern: Zum Beispiel die Haarfarbe, Krankheiten oder Gendefekte.
Durch Enzyme können Gene ausgetauscht, eingesetzt oder verändert werden.
Dabei könne es passieren, dass man manche Krankheiten oder Gendefekte durch mehrere Eingriffe in die DNA verändern müsse und dabei mehrere unvorhersehbare Folgefehler passieren könnten.

Alles in allem war das Projekt war ein großer Erfolg für uns Schüler, denn wir, die achte und zehnte Klasse des AFG, haben alleine in einer Woche ein Junior Science Cafe auf die Beine gestellt.
Darauf sind wir schon ein bisschen stolz!!

Betreuer

Lisa Brecht

AG

Junior Science Café-AG Rheinau

Schule

Anne-Frank-Gymnasium Rheinau

Rheinau, Baden-Württemberg