Mein erstes Junior Science Café: "Generation Gentechnik" am Gymnasium am Kattenberge

Foto: DNA molecules von Vitaly Smolygin, dreamstime.com, CC O


Am 29. 11. 2017 war es also soweit. Mein erstes Junior Science Café. Ich bin Marie und seit September 2017 als FSJlerin beim Projektbüro des Junior Science Cafés tätig. Um uns das Café anzugucken fahren wir extra nach Buchholz in der Nordheide zum Gymnasium am Kattenberge. Dort veranstaltet die Klasse 10D ihr erstes Café zum Thema „Generation Gentechnik“. Im Rahmen ihres Zusatzkurses Labor haben sie ungefähr ein halbes Jahr zwei Mal die Woche auf diesen Tag hingearbeitet. Sie haben organisiert, dekoriert, koordiniert, kommuniziert und nun ist es endlich soweit.
Ich selbst war auch sehr gespannt, da ich seit fast drei Monaten theoretisch viel an dem Projekt arbeite, es aber noch nie praktisch umgesetzt gesehen habe. Und ich kann behaupten: es hat meine Erwartungen überschritten. Als ich ankomme bin ich total überwältigt von dem Saal und der Bühne: Es gibt ein großes Catering und eine super professionelle Lichttechnik. Später erfahre ich, dass das Team „Technik“  mit sechs Leuten die Veranstaltungstechnik ein halbes Jahr lang organisiert und ausprobiert hat. 
Die Diskussion ist anregend und spannend. Eingeladen sin drei Expertinnen: eine Humangenetikerin, eine Pastorin und eine Biochemikerin, die als Lehrerin am Gymnasium am Kattenberge arbeitet. Den Schülerinnen und Schülern sind kurzfristig nämlich zwei Experten abgesprungen, was die Schüler total enttäuscht hat. Zum Glück ist dann aber noch die Lehrerin Frau Anderson kurzfristig  eingesprungen. Zu Beginn des Café werden zwei Filme gezeigt, die das Team Dokumentation vorher gedreht hat. In dem einen wird die Laborklasse vorgestellt und in dem anderen wird  das Thema Gentechnik kurz erläutert. Thematisch ging es in diesem Café hauptsächlich um das sogenannte „CRISPR/Cas- Verfahren. Dabei werden DNA-Bausteine gezielt zerschnitten. Nachdem dann die einzelnen Gene rausgeschnitten wurden, setzten die Reperatursysteme einer Zelle ein und verbinden den DNA Strang wieder. Durch diese Methode könnte in Zukunft Krebs, der HIV Virus und diverse andere Erbkrankheiten geheilt werden. Die zwei Moderatoren führen die Gäste souverän durch die Veranstaltung. Moderatorin Merdisa erklärt mir später: „Bei einer Podiumsdiskussion muss man immer sehr spontan handeln, deswegen dachten wir uns auch, wenn wir richtig verbissen daran arbeiten, dann sind wir  so verkrampft  und wenn die Experten dann unsere Fragen beantwortet haben, geraten wir in Panik. Deshalb haben wir uns ein paar Stichpunkte aufgeschrieben und uns nur einen kleinen, roten Faden gemacht.“
Im Publikum sitzen die Parallelklassen und Schüler aus höheren Klassen, Eltern, die sich dafür extra frei genommen haben, und Lehrer, sodass die Aula mit an die 400 Menschen bis auf den letzten Platz gefüllt ist.
Am Ende hatte ich die Möglichkeit mit ein paar Schülern über die ihre Arbeit für das Junior Science Café zu sprechen. Was mir bei allen aufgefallen ist: Sie sind alle extrem motiviert, haben super viel Arbeit und Zeit in das Projekt investiert und sind sehr froh, dass alles so gut über die Bühne lief. Das sogenannte Team Happiness hat extra für das Café zwei Kuchenverkäufe veranstaltet, das Team Kommunikation hat Werbung auf allen Eben gemacht und das Team Projektleitung hat dies alles im Blick gehalten. Außerdem betonen alle, dass die Kooperation zwischen den Teams sehr wichtig während der Projektarbeit ist. So hat das Team Moderation das Team Experten zum Beispiel bei der Expertensuche unterstützt.
Eine wichtige Sache hat man den Schülerinnen und Schülern auch angemerkt: Sie hatten Spaß bei der Sache und ihr Engagement wurde damit belohnt. Das hat man an der Stimmung gemerkt! Für mich war das  auf jeden Fall eine tolle Erfahrung und ich freue mich auf viele, weitere Junior Science Cafés.

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