Das Internet der Dinge oder: Wenn eine Überwachungskamera Netflix angreift

Foto: michael davis-burchat, the internet of things will be huge. CC ND

Die Internetanschlüsse werden immer günstiger und auch WLAN ist nahezu überall verfügbar. So kommt es, dass auch Gegenstände an das Internet angeschlossen werden können. Laut Jacob Morgan können das alles Gegenstände sein, die sich an und ausschalten lassen. Das sind neben Smartphones und Laptops auch Kaffeemaschinen, Lampen oder Autos. Die Vernetzung von unterschädlichen Gegenständen über das Internet beschreibt der Begriff Internet of Things (IoT), das Internet der Dinge.

Chancen des Internets der Dinge

Doch warum sollen sich so viele Gegenstände über das Internet untereinander verbinden? Es besteht so unter anderem die Möglichkeit von Smart Homes und Smart Cities, also von einer intelligenten Umwelt.  So lässt sich in der intelligenten Wohnung der Rollladen mit dem Smartphone synchronisieren. Immer abhängig von der Weckzeit geht der Rollladen nach oben. Oder das Auto schreibt den Kollegen, dass man verspätet zum Termin kommt, da gerade Stau ist. Wäre es nicht auch praktisch, dass der Kühlschrank die Lieblingszutaten gleich wieder bestellt, sobald sie ausgegangen sind? Das IoT ist auch für gesamte Städte möglich. Beispielsweise, dass sich Ampelschaltungen automatisch an den Verkehr anpassen, in der ganzen Stadt. In diesem Fall kommunizieren die Autos mit den Ampeln.

Risiken des Internets der Dinge

Vor kurzem hat sich ein Risiko des IoT gezeigt. Denn viele Geräte haben noch geringe Sicherheitsvorkehrungen vor Hackern. Am 21. Oktober 2016 haben ganz viele Geräte, wie Überwachungskameras und Drucker, einen Server attackiert. Twitter, Paypal und Netflix waren dann lahmgelegt, weil sie diesen Server verwenden, wie Heise berichtete. Die Angreifer haben Anfragen von mehr als einer Million Geräte an den Server geschickt und diesen damit überfordert.

Eine andere Schwierigkeit ist der Datenschutz. Es gibt immer mehr Geräte, die auch Daten über uns erheben: Schlafrhythmus, Wohnungstemperatur oder durch Kameras, wie wir uns in der Stadt bewegen. Manchmal bekommen wir es vielleicht gar nicht mit, wenn ein  Gerät unsere Daten sammelt. Lorrie Cranor von der Carnegie Mellon Universität in den USA schlägt einen persönlichen Datenschutzassistenten vor. Dieser erkennt, welche Geräte vor Ort sind und gibt nur die Daten frei, denen man zugestimmt hat.

Welche Geräte möchtet ihr vernetzen beziehungsweise wie sieht es bei euch zu Hause aus? Wisst ihr wie viele Geräte mit dem Internet verbunden sind und Daten sammeln?


10. November 2016, 15:28      Florian Boegner      Internetsicherheit

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