Lassen Sie Ihre Schüler ran!

Im Junior Science Café organisieren Schüler eigenständig Gesprächsrunden mit Experten zu einem selbstgewählten Thema. So pflegt Ihre Schule nebenbei Kontakt in die Wissenschaft.


Mitmachen!

Kommende Cafés

 Schleusenstraße 4, 26135 Oldenburg
 11:30

 Allgäuer Str. 30, 24146 Kiel
 19:00

 Leinstraße 52, 31582 Nienburg (Weser)
 17:15

Café-Dokumentation

Das Netzwerk #hinterdenkulissen

 

Im Projekt Junior Science Café organisieren Jugendliche Gesprächsrunden mit Experten, um sich mit ihnen in lockerer Atmosphäre über wissenschaftliche Fragestellungen auszutauschen. Die Eigeninitiative der Schüler steht dabei im Vordergrund: Sie wählen das Thema und die Experten, sie planen und moderieren das Café. Das Junior Science Café greift Trends aus Wissenschaft, Forschung und Gesellschaft auf. Die Reihe Junior Science Café – Vol.2: Mensch 2.0 stellt Themen rund um die digitale Gesellschaft zur Debatte. Das Projekt ist eine Kooperation von Wissenschaft im Dialog und der Deutsche Telekom Stiftung.

Blog

Florian Boegner am 30. November 2016, 15:06

Bunt, smart, international - Junior Science Café-Netzwerktreffen 2016

In Zukunft sind alle Junior Science Cafés vernetzt und digital. Die Atmosphäre soll trotzdem gemütlich bleiben. Die Schüler wünschen sich, dass die Lehrer weiterhin im Hintergrund bleiben. Und bunt sollen die Cafés bleiben - in den Themen, der Gestaltung und bei den Experten und Gästen.
Dies sind ein paar Gedanken von unserem Netzwerktreffen, das am 27.und 28.11.2016 stattfand. .Auch in diesem Jahr kamen wieder Schüler und Lehrer aus dem Junior Science Café-Netzwerk in Berlin zusammen. [weiterlesen]

Florian Boegner am 21. November 2016, 14:27

#caféthesen weiterdenken! Anonym surfen mit Tor?

In der Reihe #caféthesen weiterdenken! greifen wir aus jedem Junior Science Café eine These auf und diskutieren sie im Netz. Denkt mit! Whatsapp und co.: Ein Eintrittstor für Hacker? Diese Frage diskutierte die Junior Science Café-AG der Gustav-Heinemann-Schule in Rüsselsheim mit einem Informatiker. [weiterlesen]

Florian Boegner am 10. November 2016, 15:28

Das Internet der Dinge oder: Wenn eine Überwachungskamera Netflix angreift

Die Internetanschlüsse werden immer günstiger und auch WLAN ist nahezu überall verfügbar. So kommt es, dass auch Gegenstände an das Internet angeschlossen werden können. Laut Jacob Morgan können das alles Gegenstände sein, die sich an und ausschalten lassen. Das sind neben Smartphones und Laptops auch Kaffeemaschinen, Lampen oder Autos. Die Vernetzung von unterschädlichen Gegenständen über das Internet beschreibt der Begriff Internet of Things (IoT), das Internet der Dinge. [weiterlesen]

Frag mich alles!

Sonja Utz
Silke Sommer

Sonja Utz

Leibniz-Institut für Wissensmedien
8 Fragen      8 Antworten      51 Upvotes
Abgeschlossen

Hall! Anfangs habe ich zu MUDs geforscht, also zu textbasierten Abenteuerrollenspielen (multi-user dungeons) - und dabei zum Beispiel das Vorurteil widerlegt, dass virtuelle Gemeinschaften nur Pseudo-Gemeinschaften sind. Momentan untersuche ich z.B., welchen Einfluss ein Facebook-Post auf die Gefühle der Nutzer hat, wie Nutzer mit Datenschutzeinstellungen umgehen oder wie soziale Netzwerke dazu beitragen, Freundschaften zu pflegen. Frag mich alles!

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Aktuelle Fragen & Antworten

6 Leute finden das interessant – Artur, 29. September 2016, 16:26:

Stimmt es, dass man anhand der Instagram-Fotos erkennen kann, ob jemand depressiv ist?

2 Leute finden das interessant – Sonja Utz, 14. Oktober 2016, 08:28:

Jein. Es gibt Studien, die das behaupten, und die gingen auch ziemlich durch die Presse. Ähnliche Studien von computational social scientists gibt es auch zu Tweets. Computational social science ist eine relativ neue Wissenschaft, in der Methoden aus der Informatik (Analyse von Big Data) angewandt werden, um sozialwissenschaftliche Fragen zu beantworten. Dabei werden z.B. sehr viele Tweets oder eben Fotos auf Instagram analysiert. Man schließt dann z.B. aus einem Hashtag #depressed oder in den besseren Studien aus tatsächlichen klinischen Befunden auf die Depression und durch maschinelles Lernen werden dann Algorithmen entwickelt, die bestimmte Muster in den Daten entdecken. Diese Algorithmen sind manchmal etwas besser als wenn man einfach nur raten würde oder als Personen, die die Depression auf Basis der Tweets oder Fotos einschätzen. Sie haben aber keinesfalls eine 100% Trefferquote. Man sollte daher sehr vorsichtig mit diesen Befunden sein und keinesfalls von einem einzelnen Foto auf eine mögliche Depression schließen.

5 Leute finden das interessant – Ralf, 30. September 2016, 08:06:

Beschreiben sich Menschen ohne Social Media als glücklicher?

2 Leute finden das interessant – Sonja Utz, 14. Oktober 2016, 08:28:

Nein. Es gibt manche Studien, die einen Zusammenhang zwischen Social Media Nutzung, sozialen Vergleichen, Neid und Depression finden, dabei ist aber nicht klar, ob die Social Media-Nutzung der Auslöser dafür ist. Es gibt auch andere Studien, die zeigen, dass Social Media-Nutzung soziale Beziehungen stärkt und zu mehr sozialer Unterstützung führt. Insgesamt ist die Befundlage widersprüchlich; meist handelt es sich um einmalige Fragebogenuntersuchungen an Studierenden, bei denen man nicht feststellen kann, was Ursache und was Wirkung ist. Wir haben derzeit eine Längsschnittstudie mit einer repräsentativen Stichprobe niederländischer Online-Nutzer_innen laufen. In den Daten aus den ersten drei Jahren sehen wir kaum Unterschiede zwischen Nutzer_innen und Nichtnutzer_innen. Die Nutzer_innen sind etwas gestresster, berichten aber auch mehr soziale Unterstützung und etwas weniger Einsamkeit; bei der Lebenszufriedenheit gibt es gar keinen Unterschied.