Forscher in die Schule?!

Als Junior Science Café-Schule pflegen Sie und Ihre Schüler Kontakte in die Wissenschaft und werden Teil unseres Netzwerks. Ihre Schüler organisieren eigenständig eine Gesprächsrunde mit Experten zu einem selbstgewählten Thema.


Mitmachen!

Unsere Cafés

Kommende Termine

 SHD AG, Rennweg 60, 56626 Andernach
 18:00

Das Netzwerk #hinterdenkulissen

 

Im Projekt Junior Science Café organisieren Jugendliche Gesprächsrunden mit Experten, um sich mit ihnen in lockerer Atmosphäre über wissenschaftliche Fragestellungen auszutauschen. Die Eigeninitiative der Schüler steht dabei im Vordergrund: Sie wählen das Thema und die Experten, sie planen und moderieren das Café. Das Junior Science Café greift Trends aus Wissenschaft, Forschung und Gesellschaft auf. Die Reihe Junior Science Café – Vol.2: Mensch 2.0 stellt Themen rund um die digitale Gesellschaft zur Debatte. Das Projekt ist eine Kooperation von Wissenschaft im Dialog und der Deutsche Telekom Stiftung.

Blog

Babette Jochum am 28. Juli 2016, 10:54

#Caféthesen weiterdenken! Forschen mit Virtueller Realität

In der Reihe #caféthesen weiterdenken! greifen wir aus jedem Junior Science Café eine These auf und diskutieren sie im Netz. Denkt mit! „Virtuelle Realität – Chancen und Risiken” – über dieses Thema diskutierte der MINT-Kurs am Lessing Gymnasium in Berlin in seinem Junior Science Café. Thema der Diskussion war nicht nur die Technik selbst, sondern auch ihre Anwendung in verschiedenen Bereichen. [weiterlesen]

Florian Boegner am 20. Juli 2016, 11:36

Gemeinsames Schreiben und Notieren: Das Cafépad

Die AG-Sitzungen protokollieren, interessante Erkenntnisse aus dem Expertengespräch festhalten, einen Erlebnisbericht zu eurem Junior Science Café verfassen - im Verlauf des Junior Science Cafés schreibt ihr viel. Warum das Ganze nicht gemeinsam tun und dadurch schneller sein? Unser digitales Tool, das Cafépad, hilft euch dabei. Probiert das Cafépad doch gleich aus! [weiterlesen]

Babette Jochum am 14. Juli 2016, 08:32

#Caféthesen weiterdenken: Marsmission – die Suche nach den Anfängen des Lebens

In der Reihe #caféthesen weiterdenken! greifen wir aus jedem Junior Science Café eine These auf und diskutieren sie im Netz. Denkt mit!

Die Schülerinnen und Schüler der Junior Science Café-AG am Neuen Gymnasium Oldenburg haben das Café „Heimatplanet Erde oder Mission zum  Mars“ organisiert. Sie diskutierten mit fünf Experten unter anderem von der Europäischen Weltraumbehörde ESA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. [weiterlesen]

Frag mich alles!

Warum brauchen wir Sauerstoff zum Atmen? Wie kann ich im Internet Geld verdienen? Ohne deine Fragen läuft bei Frag mich alles! gar nichts. Regelmäßig lässt sich hier ein Experte Löcher in den Bauch fragen. Fragen stellen darf jeder. Wenn dir eine Frage besonders gut gefällt, stimme für sie! Die beliebtesten Fragen werden von unserem Experten beantwortet.

Marc Schlipsing
privat

Marc Schlipsing


7 Fragen      7 Antworten      52 Upvotes
Abgeschlossen

Hallo, ich bin Marc Schlipsing. Nach meinem Informatik-Studium an der TU Dortmund, war ich ab 2008 wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Neuroinformatik der Ruhr-Universität Bochum. Von 2012 bis 2014 habe ich die Arbeitsgruppe „Echtzeitfähige Bildverarbeitung“ geleitet. In meiner Doktorarbeit forschte ich zu Methoden des Spieler-Trackings im Fußball und an videobasierten Fahrerassistenzsystemen. Inzwischen habe ich mit meinem langjährigen Kollegen Dr. Jan Salmen die ATHLENS GmbH gegründet, mit der wir unsere Ideen aus der Forschung in Produkte zur computergestützten Sportanalyse umsetzen. Frag mich Alles zu: Maschinellem Lernen, Objektverfolgung durch Kameras und wie Fußball-Vereine mithilfe dieser Techniken ihre Spieler gezielter fördern können.

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Aktuelle Fragen & Antworten

12 Leute finden das interessant – Christoph, 7. Juli 2016, 12:58:

Wie wird ein Fußballspieler eindeutig erkannt? An der Trikotnummer?

1 Person findet das interessant – Marc Schlipsing, 7. Juli 2016, 11:11:

Video-Tracking-Systeme im Fußball funktionieren nicht vollautomatisch. Das System ist nicht in allen Situationen in der Lage, die Spieler eindeutig zu identifizieren. Was sie gut können ist, einen Spieler von einem Videobild zum nächsten zu verfolgen („tracking“) und den zugehörigen Pfad auf dem Feld zu berechnen. Eine Identifikation des Tracks erfolgt dann durch einen „Operator“, also einen menschlichen Bediener. In den meisten Situationen kann das System den Spieler über weite Strecken weiter tracken. Bei einer Ecke bspw., wo viele Spieler durcheinander laufen und sich im Bild gegenseitig verdecken, geht die Identifikation verloren und muss erneuert werden. Es gibt jedoch einige Bildinformationen, die das System befähigen, Spieler auseinander zu halten. Die Trikotfarben werden verwendet, um Spieler und Torhüter beider Teams und die Schiedsrichter in logische Gruppen zu unterteilen. Kommt es z.B. zu einem Zweikampf zwei identifizierter Tracks, kann das System sie anschließend über die Trikots automatisch auseinander halten. Die Trikotnummern zu lesen ist eine weitere Idee, die aber z.B. in unserem System nicht umgesetzt ist, da wir mit nur 2 Kameras fürs gesamte Spielfeld arbeiten und die Auflösung dafür nicht ausreicht. Zudem sind die Trikotnummern nicht ständig sichtbar, speziell eher selten, wenn man von einer der langen Spielfeldseiten filmt. Bei Systemen mit mehreren Kameras und Kamerastandorten wäre das erfolgversprechender.

8 Leute finden das interessant – Artur, 7. Juli 2016, 12:56:

Gibt es Trikots oder Fußballschuhe mit Tracking-Chips? Wurde sowas schon mal in irgendeiner Liga ausprobiert?

2 Leute finden das interessant – Marc Schlipsing, 7. Juli 2016, 11:13:

Ja, es gibt sogenannte Wearables. Also in der Kleidung tragbare Sensoren oder Tags, die getrackt werden können, selbst Bewegungsdaten aufzeichnen oder auch live senden. Bekannt dürfte die GPS-Technik sein. Leider bietet GPS keine besonders hohe Genauigkeit und ermöglicht somit keine detaillierten Analysen der Geschwindigkeit oder Beschleunigung der Spieler. Dafür werden sog. IMUs (Inertial Measurement Units) verwendet. Diese ermitteln die o.g. Werte deutlich genauer und mit einer hohen Frequenz. Meist zeichnen diese IMUs die Daten nur lokal auf, sodass man sie erst nach dem Spiel auswerten kann. Es gibt auch Lösungen, die diese Daten live senden und gleichzeitig von Antennen, die ums Spielfeld platziert sind,lokalisiert werden können. All diese Technik ist im europäischen Profifußball (noch) nicht erlaubt, sodass diese Systeme in der Jugend bzw. beim Training eingesetzt werden. Die FIFA hat diese Art von Technik jedoch kürzlich prinzipiell freigegen, sodass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Landesverbände dies für ihre Wettbewerbe übernehmen. In der 1. und 2. Bundesliga wird das Tracking aber noch mindestens 4 Jahre videobasiert durchgeführt.