Lassen Sie Ihre Schüler ran!

Im Junior Science Café organisieren Schüler eigenständig Gesprächsrunden mit Experten zu einem selbstgewählten Thema. So pflegt Ihre Schule nebenbei Kontakt in die Wissenschaft.


Mitmachen!

Kommende Cafés

 Weberstraße 1, 01855 Sebnitz
 13:00

 Allgäuer Str. 30, 24146 Kiel
 19:00

 Leinstraße 52, 31582 Nienburg (Weser)
 17:00

 Am Anzenbachfeld 1, 83471 Berchtesgaden
 09:30

Café-Dokumentation

Das Netzwerk #hinterdenkulissen

 

Im Projekt Junior Science Café organisieren Jugendliche Gesprächsrunden mit Experten, um sich mit ihnen in lockerer Atmosphäre über wissenschaftliche Fragestellungen auszutauschen. Die Eigeninitiative der Schüler steht dabei im Vordergrund: Sie wählen das Thema und die Experten, sie planen und moderieren das Café. Das Junior Science Café greift Trends aus Wissenschaft, Forschung und Gesellschaft auf. Die Reihe Junior Science Café – Vol.2: Mensch 2.0 stellt Themen rund um die digitale Gesellschaft zur Debatte. Das Projekt ist eine Kooperation von Wissenschaft im Dialog und der Deutsche Telekom Stiftung.

Blog

Babette Jochum am 16. Januar 2017, 15:20

Vol.3: Smarte Welt – Das Junior Science Café taucht 2017 ab in die neue intelligente Welt

Beim Netzwerktreffen Ende November in Berlin haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entschieden: Dieses Jahr taucht das Junior Science Café ab in die Smarte Welt. Zur Debatte standen außerdem ‚Das Netz und Ich‘ und ‚Netzgesellschaft‘. [weiterlesen]

Florian Boegner am 16. Dezember 2016, 14:35

JIM-Studie 2016 mit besonderem Augenmerk auf Internet in der Schule.

Ende November veröffentlicht der „Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest“ die Studie (PDF, 2MB) JIM (Jugend, Information, (Mulit-)Media). Die Forscher befragen Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren in Deutschland – seit 1998. Große Veränderungen gab es zum letzten Jahr nicht. Nun ist nahezu jeder Jugendlichen mit einem Smartphone ausgestattet, unabhängig vom Geschlecht, der Altersgruppe oder schulischen Bildung. [weiterlesen]

Babette Jochum am 14. Dezember 2016, 08:54

#Caféthesen weiterdenken! Der soziale Gedanke beim Nachrichten Lesen

In der Reihe #caféthesen weiterdenken! greifen wir aus jedem Junior Science Café eine These auf und diskutieren sie im Netz. Denkt mit!
Über die Fragen „Wer bin ich? Wie fühle ich mich? Und wie stelle ich mich dar?“ diskutierte die Junior Science Café-AG im Gymnasium im Schloss aus Wolfenbüttel. Als Expertin war die Medienpsychologin Dr. Petra Sandhagen in der Schule zu Gast. Mit Schülern und Café-Besuchern diskutierte sie über die Selbstdarstellung in den Sozialen Medien und den Einfluss von Sozialen Medien auf das eigene Leben. Eine These der Schüler war für uns der Denkanstoß zu dem Gespräch mit dem Sozialpsychologen Dr. Stephan Winter. [weiterlesen]

Frag mich alles!

Sonja Utz
Silke Sommer

Sonja Utz

Leibniz-Institut für Wissensmedien
8 Fragen      8 Antworten      51 Upvotes
Abgeschlossen

Hall! Anfangs habe ich zu MUDs geforscht, also zu textbasierten Abenteuerrollenspielen (multi-user dungeons) - und dabei zum Beispiel das Vorurteil widerlegt, dass virtuelle Gemeinschaften nur Pseudo-Gemeinschaften sind. Momentan untersuche ich z.B., welchen Einfluss ein Facebook-Post auf die Gefühle der Nutzer hat, wie Nutzer mit Datenschutzeinstellungen umgehen oder wie soziale Netzwerke dazu beitragen, Freundschaften zu pflegen. Frag mich alles!

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Aktuelle Fragen & Antworten

6 Leute finden das interessant – Artur, 29. September 2016, 16:26:

Stimmt es, dass man anhand der Instagram-Fotos erkennen kann, ob jemand depressiv ist?

2 Leute finden das interessant – Sonja Utz, 14. Oktober 2016, 08:28:

Jein. Es gibt Studien, die das behaupten, und die gingen auch ziemlich durch die Presse. Ähnliche Studien von computational social scientists gibt es auch zu Tweets. Computational social science ist eine relativ neue Wissenschaft, in der Methoden aus der Informatik (Analyse von Big Data) angewandt werden, um sozialwissenschaftliche Fragen zu beantworten. Dabei werden z.B. sehr viele Tweets oder eben Fotos auf Instagram analysiert. Man schließt dann z.B. aus einem Hashtag #depressed oder in den besseren Studien aus tatsächlichen klinischen Befunden auf die Depression und durch maschinelles Lernen werden dann Algorithmen entwickelt, die bestimmte Muster in den Daten entdecken. Diese Algorithmen sind manchmal etwas besser als wenn man einfach nur raten würde oder als Personen, die die Depression auf Basis der Tweets oder Fotos einschätzen. Sie haben aber keinesfalls eine 100% Trefferquote. Man sollte daher sehr vorsichtig mit diesen Befunden sein und keinesfalls von einem einzelnen Foto auf eine mögliche Depression schließen.

5 Leute finden das interessant – Ralf, 30. September 2016, 08:06:

Beschreiben sich Menschen ohne Social Media als glücklicher?

2 Leute finden das interessant – Sonja Utz, 14. Oktober 2016, 08:28:

Nein. Es gibt manche Studien, die einen Zusammenhang zwischen Social Media Nutzung, sozialen Vergleichen, Neid und Depression finden, dabei ist aber nicht klar, ob die Social Media-Nutzung der Auslöser dafür ist. Es gibt auch andere Studien, die zeigen, dass Social Media-Nutzung soziale Beziehungen stärkt und zu mehr sozialer Unterstützung führt. Insgesamt ist die Befundlage widersprüchlich; meist handelt es sich um einmalige Fragebogenuntersuchungen an Studierenden, bei denen man nicht feststellen kann, was Ursache und was Wirkung ist. Wir haben derzeit eine Längsschnittstudie mit einer repräsentativen Stichprobe niederländischer Online-Nutzer_innen laufen. In den Daten aus den ersten drei Jahren sehen wir kaum Unterschiede zwischen Nutzer_innen und Nichtnutzer_innen. Die Nutzer_innen sind etwas gestresster, berichten aber auch mehr soziale Unterstützung und etwas weniger Einsamkeit; bei der Lebenszufriedenheit gibt es gar keinen Unterschied.