Forscher in die Schule?!

Als Junior Science Café-Schule pflegen Sie und Ihre Schüler Kontakte in die Wissenschaft und werden Teil unseres Netzwerks. Ihre Schüler organisieren eigenständig eine Gesprächsrunde mit Experten zu einem selbstgewählten Thema.


Mitmachen

Unsere Cafés

Kommende Termine

 Sprötzer Weg 33; 21244 Buchholz
 10:00
 Aula, Leipziger Str. 2, 36037 Fulda
 18:00

Das Netzwerk #hinterdenkulissen

 

Im Projekt Junior Science Café organisieren Jugendliche Gesprächsrunden mit Experten, um sich mit ihnen in lockerer Atmosphäre über wissenschaftliche Fragestellungen auszutauschen. Die Eigeninitiative der Schüler steht dabei im Vordergrund: Sie wählen das Thema und die Experten, sie planen und moderieren das Café. Das Junior Science Café greift Trends aus Wissenschaft, Forschung und Gesellschaft auf. Die Reihe Junior Science Café – Vol.2: Mensch 2.0 stellt Themen rund um die digitale Gesellschaft zur Debatte. Das Projekt ist eine Kooperation von Wissenschaft im Dialog und der Deutsche Telekom Stiftung.

Blog

Florian Boegner am 25. Mai 2016, 15:38

Von der Videodokumentation zum Wissenschaftsvideo

In vielen Junior Science Cafés dokumentiert ihr euer Café mit der Videokamera und stellt sie auf eure Café-Webseite. Dadurch könnt ihr erste Erfahrungen im Videodreh sammeln – und diese neue Fertigkeit gleich für einen Webvideo-Wettbewerb verwenden! Und zwar für den neuen Spezialpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Webvideo-Wettbewerb für die Wissenschaft Fast Forward Science. [weiterlesen]

Florian Boegner am 18. Mai 2016, 15:04

#caféthesen weiterdenken!: Programmieren für alle?!

In der Reihe #caféthesen weiterdenken! greifen wir aus jedem Junior Science Café eine These auf und diskutieren sie im Netz. Denkt mit! Die Schülerinnen und Schüler der St. Anna-Schule in Wuppertal haben das Junior Science Café Zukunft in der IT-Branche organisiert. Sie diskutierten mit einem IT-Experten. [weiterlesen]

Florian Boegner am 17. Mai 2016, 13:10

Leipzig, Leibniz, Laser

Unser Storify gibt einen Einblick in unser Lehrertraining am 13. Mai 2016 am Leibniz-Institut für Trophoshärenforschung in Leipzig. Bei der Führung haben wir den grünen Laser des Instituts kennengelernt. Dies ist ein Lichstrahl, der vier Kilometer senkrecht in die Luft strahlt. So können die Meteorologen messen, welche und wieviele Luftpartikel dort vorhanden sind.
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Frag mich alles!

Warum brauchen wir Sauerstoff zum Atmen? Wie kann ich im Internet Geld verdienen? Ohne deine Fragen läuft bei Frag mich alles! gar nichts. Regelmäßig lässt sich hier ein Experte Löcher in den Bauch fragen. Fragen stellen darf jeder. Wenn dir eine Frage besonders gut gefällt, stimme für sie! Die beliebtesten Fragen werden von unserem Experten beantwortet.

Kerstin Krauel

Kerstin Krauel


6 Fragen      6 Antworten      34 Upvotes
Abgeschlossen

Hallo, ich bin Kerstin Krauel. Als Psychologin forsche ich an der Medizinischen Fakultät des Universitätsklinikum Magdeburg A. ö. R. Mit dem Team aus dem Projekt EmoAdapt erforsche ich, unter anderem, wie man mit einer Hirn-Computer-Schnittstelle Gefühle erkennen kann. Denn Mensch und Maschine arbeiten in Zukunft mehr zusammen und dabei soll die Maschine Gefühle der Menschen berücksichtigen. Uns interessiert auch, wie die Persönlichkeit von Menschen das Erleben der Mensch-Maschine-Interaktion beeinflusst. Stellt uns Fragen zu unserer Forschung, zu Hirn-Computer-Schnittstellen und Emotionen in der Mensch-Maschine Interaktion. Wir sind ein Team aus Physikern, Medizinern, Biologen, Ethikexperten, Psychologen und Computervisualisten. Im Bild von links nach rechts: Johannes Bernarding, Kerstin Krauel, André Brechmann, Ralf Lützkendorf, Markus Schürholz, Nicole Angenstein

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Aktuelle Fragen & Antworten

6 Leute finden das interessant – Esther, 3. Mai 2016, 14:42:

Auf welche Art und Weise soll der Computer die Emotionen (oder sogar Persönlichkeit) des Menschen erkennen?

2 Leute finden das interessant – Kerstin Krauel, 3. Mai 2016, 12:02:

Aus der Forschung weiß man, dass Emotionen mit bestimmten Veränderungen des Körpers (Puls und Atmung werden schneller oder langsamer, Handflächen schwitzen usw.) und der Gehirnaktivität einhergehen. Allerdings ist es insbesondere in der Gehirnaktivität sehr schwierig, konkrete Gefühlsqualitäten wie z.B. Angst und Ärger zu unterscheiden. Was wir aber gut erkennen können, ist, ob das Gefühl eher angenehm oder unangenehm ist und ob es uns Energie gibt (z.B. Wut) oder nimmt (z.B. Traurigkeit). Im ersten Schritt finden wir heraus, wie Menschen z.B. auf ein emotionales Bild oder eine emotionale Situation in ihrer körperlichen und Gehirnaktivität reagieren. Wir versuchen dann im nächsten Schritt, ob wir dieses Reaktionsmuster nutzen können, um in Echtzeit zu erkennen, ob jemand sich z.B. gerade ärgert. Wir wollen auch überprüfen, ob die Summe aus den vielen unterschiedlichen Informationen besser ist als die Einzelinformation. Vielleicht sind ja Veränderungen in der Herzfrequenz schon ausreichend, um Ärger zu erkennen. Andererseits finden wir in der Gehirnaktivität oft schon „Vorboten“ von Entscheidungen und Handlungen, so dass sie für uns in vielen Situationen bestimmt eine hilfreiche Informationsquelle ist. Da bestimmte Teile unserer Persönlichkeit sich oft erst im Zusammensein mit anderen Menschen zeigen, kann der Computer sicher nicht die ganze Komplexität der menschlichen Persönlichkeit erfassen. Im Mensch-Technik-Bereich ist allerdings schon so, dass über längerfristige Zusammenarbeit von Mensch und Maschine die technische Komponente etwas über ihren Benutzer durch bestimmte Mechanismen „lernen“ kann z.B. ob jemand risikofreudig ist oder unter Unsicherheit eher zurückhaltend reagiert, ob jemand bei Schwierigkeiten schnell aufgibt oder nach Lösungsmöglichkeiten sucht.

5 Leute finden das interessant – Interessierte, 3. Mai 2016, 12:06:

Soll man also in Zukunft auch durch Emotionen Maschinen steuern können?

3 Leute finden das interessant – Kerstin Krauel, 3. Mai 2016, 12:06:

Das ist eine schwierige Frage. Gerade in der Mensch-Maschine Interaktion z.B. beim Autofahren werden Emotionen wie Wut und Ärger eher als schwierig betrachtet d.h. man möchte die Emotion erkennen und gegebenenfalls verändern, um die Maschinenbedienung nicht zu beeinträchtigen. Andererseits kann es in einer Gefahrensituation wichtig sein, Angst zu haben, weil hierdurch die Aufmerksamkeit und Wachsamkeit erhöht wird. In der Forschung wollen wir und auch viele andere Projekte untersuchen, in welchen Situationen es gut und hilfreich ist, auf die Emotionen eines „Nutzers“ oder einer „Nutzerin“ zu reagieren, und ob Menschen es überhaupt gut finden, wenn auf ihre Emotionen durch eine Maschine reagiert wird. Eine alleinige Steuerung von Maschinen durch Emotionen erscheint uns allerdings nicht wünschenswert, denn nur der optimale Mix aus Emotionen und rationalen Gedanken führt zu guten Entscheidungen.